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Friesheim
Hier erfahren Sie mehr über die Historie unseres schönen Ortes.
Die Herkunft des Ortsnamens ist bisher ungeklärt. Die
Annahme, er würde sich von Frigbodesheim ableiten ist nicht
belegbar. Sicher dagegen ist, dass die Endung "-heim"
auf eine Gründung in fränkischer Zeit verweist. Die
erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1147. |
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Archäologische Funde belegen
aber, dass es schon römische Niederlassungen auf dem
Gebiet der Gemarkung Friesheim gegeben hat.
So wurden z.B.
mehrere Töpferöfen unterhalb des Judenfriedhofs
ausgegraben, die den Hinweis auf einen umfangreichen Töpferbezirk
geben. Auch ein gefundener Matronenstein und verschiedene
Gräberfunde belegen rege Siedlungstätigkeiten
für diesen Zeitraum.
Der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts gehörte
der am Rotbach gelegene Ort einem Grafen Emundus, der aus
einer Familie der karolingischen Reichsaristokratie stammte.
Dieser schenkte seinen Besitz in Friesheim dem Kölner
Erzstift.
Auf diesem Weg wurde Friesheim als Herrschaft
Teil des kurkölnischen Amtes Lechenich. An den Grafen
Emundus und seine Schenkung erinnert noch heute ein Epitaph
(Gedenktafel) im Kölner Dom. |
Der heutige Ort Friesheim hat sich wahrscheinlich aus zwei
voneinander getrennten Siedlungsschwerpunkten, dem Dorf Friesheim
und dem Niederwich (heute noch im Straßennamen "Niederweg"
enthalten), entwickelt.
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Der Niederwich lag in etwa dort,
wo sich heute die Burg Redinghoven befindet, während
das eigentliche Zentrum Friesheims sich etwa im Bereich
des heutigen Dorfplatzes befand. Bis ins 18. Jahrhundert
umgaben das Dorf Wassergräben und Hecken als Befestigungsanlagen".
Teilweise ist der Verlauf dieser Befestigung noch erkennbar,
die mit 4 Toren bzw. Pforten versehen war. Im
Sprachgebrauch der Friesheimer ist heute noch die "Zülpicher
Pforte" überliefert. Eine Besonderheit in Friesheim
ist, dass es auf dem Gebiet mehrere wasserumwehrte Burgen
bzw. burgähnlich befestigte Adelshöfe gab. |
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Die "Burg Redinghoven" sowie die "Weiße
Burg" sind noch mit Wassergräben erhalten.
Ebenfalls vorhanden sind Gebäude
der sogenannten "Krahesburg". Auch der "Hoverhof" war einst ein solcher
wasserumwehrter Adelshof. Darüber hinaus gibt es schriftliche
Nachweise für die "Wymarsburg", "Effertzburg",
den "Pittinger Hof" und noch einige andere, deren
Lage nicht mehr eindeutig festzustellen ist, doch lässt
die Topographie des Ortes die Lokalisierung noch weiterer
Anlagen zu. |
In Friesheim steht eines der sehr seltenen Fachwerkhäuser
des Rheinlandes, wo die Gefache zwischen den Holzbalken in Zierform
mit Felsbrandstein ausgefüllt worden sind. Das fast 400
Jahre alte Gebäude, das heute wieder in einem leuchtenden
Rot mit weißen Fugen strahlt, war über 100 Jahren
im Besitz der Familie Fuck und wird daher im Ort immer noch
liebevoll "Haus Fuck" genannt. Mittlerweile befindet
sich das Fachwerkhaus im Eigentum von Oliver Ernst und Anja
Michaela Walessa, die in den nächsten Jahren aufwändige
Renovierungsarbeiten durchführen möchten, um das Haus
in den Urzustand zurück zu setzen.
Bemerkenswert ist, dass das Haus in seiner langen Geschichte
die Kriege des 16. und 17. Jahrhunderts und auch den Dorfbrand
von 1759 überstand.
Die Pfarrkirche in Friesheim ist wie die Borrer Kirche dem Heiligen
Martin geweiht. Der heutige Bau ist nach Plänen des Architekten
August Carl Lange (1834-1884) zwischen 1877 und 1878 entstanden.Bis zur Entstehung der Stadt Erftstadt war Friesheim Sitz einer
Bürgermeisterei (seit 1927 als Amt bezeichnet). Zu diesem
kommunalen Verwaltungsbezirk, der 1800 - noch unter den Franzosen
- eingerichtet worden war, zählten außerdem Borr,
Scheuren und Niederberg.
Die Einwohnerzahl lag im Jahre 1898 bei 1146 Personen, davon
waren 37 jüdischen Glaubens, die Übrigen katholisch.
Heute mit 2954 Einwohnern (Stand 31.05.2003) hat sich die Zahl
innerhalb von knapp 100 Jahren fast verdreifacht.
Auch junge Familien lassen sich gerne in Friesheim nieder.
Im
neuen Baugebiet "Ackerstraße" wurden schöne
Einfamilienhäuser gebaut.Im Süden von Friesheim hat sich ein 3 Hektar großes
Gewerbegebiet entwickelt. Hier hat unter anderem die Forellenräucherei
Wechsler, die international für ihre Spitzenqualität
bekannt ist, ihren Firmensitz.Eine Institution mit über die Stadtgrenzen hinausgehendem
Wirkungskreis, hat sich mit dem Umweltzentrum "Friesheimer
Busch" etabliert. Es ist 1998 aus einer Initiative des
Umweltnetzwerkes Erftstadt auf dem Gebiet eines ehemaligen belgischen
Munitionsdepots entstanden.(Literatur: Hanna Stommel u.a.: Denkmäler in Erftstadt,
2000; Jahrbuch der Stadt Erftstadt 1996-1998).
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Wappenbegründung:
Von Schwarz und Silber gespalten; vorn ein silberner Krummstab,
hinten ein schwarzer Schlüssel mit aufwärts gerichtetem,
abgekehrtem Bart.
Schwarz und Silber sind die Farben von Kurköln zu dessen
Territorium Friesheim beim Einmarsch der Franzosen 1798
gehörte. Der Schlüssel ist Symbol für den
heiligen Petrus, des Patrons des Erzstiftes Köln. Der
Krummstab steht für den Erzbischof. |
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(Quelle: www.erftstadt.de) |
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